Emerging Marktes ante portas
Wussten Sie, dass nach der Definition des großen Index-Anbieters MSCI 85% der Weltbevölkerung in Schwellenländern leben? Und rund 40% der weltweiten Wirtschaftsleistung erarbeiten? Was denken Sie, wieviel Aktien auf diesem Teil der Welt im MSCI World enthalten sind? Wir verraten es Ihnen – keine!
Das Gewicht in diesem Index liegt für Schwellenländer, oder im Fachjargon auch gerne Emerging Markets genannt, bei 0%. Auch im breiter gefassten MSCI All Country World sind es nur gut 10% der 2.414 Aktien aus dann 23 Industrieländern und 24 Schwellenländern. Das Gewicht der US-Aktien fällt im Vergleich zum MSCI World im MSCI ACWI leicht, beträgt aber immer noch über 60%. Sinnvoll? Zuletzt ja, aktuell vielleicht, aber mit Blick in die Zukunft?
Was spricht für die Emerging Markets? Es sind 3 von den 5 Ds, die wir die letzten Jahre schon des Öfteren in unseren Beiträgen thematisiert haben.
Demographie – die EMs sind jünger, die Wirtschaft wächst und der Wohlstand und damit die Nachfrage steigen.
Digitalisierung – viele der EMs profitieren vom Boom rund um die Künstliche Intelligenz – als Produktionsstandorte für Chips – als Rohstofflieferanten für die Hardware rund um die KI.
De-Globalisierung – die Produktionsstandorte werden auf verschiedene Regionen verteilt, um auf Störungen der Lieferketten oder Zolldrohungen reagieren zu können.
Gerade die Zolldrohungen waren im Jahr 2025 eine Art Katalysator. Die Zusammenarbeit innerhalb der Schwellenländer wurde deutlich gestärkt. Diese Länder verzeichnen untereinander steigenden Handel, so dass das Wachstum weiter befeuert wird.
Die langfristigen Wachstumsprognosen unterschiedlicher Asset-Manager sind für die Schwellenländer deutlich optimistischer als für die Industriestaaten. Diese Wachstumschance bekommt man aktuell zu einem günstieren Preis – gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktien. So notieren nach Berechnungen des Vermögensverwalters JPM zahlreiche Aktien aus den Schwellenländern unter ihrem Durchschnitts-KGV der letzten 15 Jahre. Wohingegen v.a. die US-Aktien teils deutlich darüber notieren. Betrachtet man verschiedene wirtschaftliche Kennzahlen wie Inflation, Verschuldungsquoten oder Zinssätze, sieht man bei den Schwellenländern ebenfalls deutlich verbesserte Werte gegenüber den langjährigen Durchschnitten.
Insofern ist aus unserer Sicht sinnvoll die Schwellenländer nicht länger vor der Tür stehen zu lassen, sondern diese ins Depot aufzunehmen. Auf Grund der Marktgegebenheiten zeigen zahlreiche aktive Fonds im mittel- und längerfristigen Vergleich eine bessere Wertentwicklung als die gängigen ETFs auf Schwellenländerindicies.
Gerne sind wir für Ihr Depot der Türsteher, schauen uns die Gäste für Ihr Depot genau an und geben Ihnen entsprechende Empfehlungen für Ihre Vermögensanlage. Sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie mit Rat und Tat – oder wie wir gerne sagen: Banking, wie es sein sollte.



